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Die Gemeinde Barano liegt im südöstlichen Teil der Insel, grenzt im Norden an die Gemeinde Ischia, im Süden an die Gemeinde Serrara Fontana und im Westen an Casamicciola Terme. Sie gehört zu jenem Gebiet, das "mer(o)coop" genannt wird, was "oberes Viertel" bedeutet, und umfaßt die Gemeindefraktionen Piedimonte, Fiaiano, Buonopane und Testaccio.

Barano ragt wie ein Balkon über den Krater von Vatoliere und auf ein Tal, das von unseren Schriftstellern des vergangenen Jahrhunderts nach dem Namen des Schriftstellers aus dem 16.Jh., der diesen schönen Ort besonders liebte, das "Tal von Renan" genannt wurde.

Der Name Barano ist sehr alten Ursprungs und wurde zunächst als Adjektiv nach dem vorgriechischen und vorrömischen Wort "Bar(r)a" verwendet, das Abgrund und Kreidewand bedeutet, dem die Nachsilbe "ano" hinzugefügt wurde; demzufolge könnte Barano bedeuten: Eine Kreidewand, die auf einen Abgrund blickt. Diese Annahme bestätigt die Beschaffenheit der umliegenden Orte, wie der Krater von Vatoliere und die gegenüberliegende Anhöhe von Chiummano, die gewissermaßen den Rand des Kraters bildet.

Das Straßenverzeichnis und die Landkarte der Gemeinde enthalten viele Bezeichnungen, welche die morphologische Beschaffenheit der Gegend wiedergeben und von ihrer Geschichte erzählen. In der Mundart wird der Ortsname "Varano" ausgesprochen.

Der Anfangsbuchstabe "B" durch ein "V" ersetzt wird, was auf den Einfluß der griechischen Aussprache des Buchstaben "B" zurückgeführt werden mag und ein Zeugnis dafür ist, wie sehr die Kultur dieses Volkes die Insel prägte . Der Name erschien erstmals auf einer Tafel aus dem Jahre 1374 in Erinnerung an einige Werke des Bischofs B. Bussolaro, was auch der Historiker aus Forio, G. D'Ascia, in seinem Werk "Geschichte der Insel Ischia" (1867) erwähnt.

Die Gemeinde Barano weist eine sehr vielfältige morphologische Beschaffenheit auf, denn tiefe Gräben, natürliche Schluchten, steile Hänge, hohe und steil zum Meer abstürzende Küsten, verfallenen Kapellen, wechseln sich mit fruchtbarem Land und dem terrassenförmig angelegten Gelände auf den Anhöhen ab.

Das durch die charakteristischen "parracine", nämlich Trockenmauern, gestützt werden, die in der Bezeichnung "Toccaneto" wiederzufinden sind, ein griechisches Wort, das eine Gruppe von Mauern bedeutet.

Zur Verschiedenartigkeit der Landschaft tragen auch die Thermalquellen von Nitrodi bei, die gleichsam in eine Grube eingebettet sind und deren therapeutische Eigenschaften schon im klassischen Zeitalter bekannt waren; Zeugnisse dafür sind die Marmorbasreliefs, die Apollo und die Nymphen darstellen (Nationalmuseum von Neapel) und als Votivgabe derer galten, die durch die Wasser der Quelle geheilt worden waren.

Nicht weniger bedeutend ist das wunderschöne Gebiet des Maronti, eine felsige und wilde, von Grüften durchzogene Zone, die in jener prachtvollen, breiten Sandfläche enden, die nach diesem Gebiet als Strand des Maronti - der größte Strand der ganzen Insel - bezeichnet wird.

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