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Die Gemeinde Ischia Porto mit ihren fast 18.000 Einwohnern und einer Fläche von etwa 8,05 km2 wird aufgrund der gebotenen Dienstleistungen und des mondänen Lebens einhellig als der Hauptort der Insel anerkannt. Sie gliedert sich in die Gemeindefraktionen Ischia Porto, Ischia Ponte, San Michele, Sant'Antuono und Campagnano. Die ersten zwei sind die wichtigsten Ortschaften, die an den Küsten der Gemeinde liegen, während die anderen drei im Inneren der Insel auf den Hügeln gelegen sind. Die Gemeindefraktion Ischia Porto ist nach dem wichtigsten Hafen der Insel benannt, wo Tragflächenboote und Fähren einlaufen, die die Insel mit dem Festland und den anderen Inseln des Golfes von Neapel verbinden.

In alten Zeiten war dieses runde Becken ein Vulkankrater, in dem das Meerwasser und das Thermalwasser aus der Quelle des "Forniello" floß, wodurch später ein See entstand, der aufgrund des besonderen Fischreichtums im 18.Jh. als Fischfangrevier von König Ferdinand II. von Bourbon galt. König Ferdinand II. wurde auch "Francischiello" genannt und ließ 1854 (woran eine Gedächtnistafel am Eingang des Hafens erinnert) den damals kleinen See in den heutigen Hafen von Ischia umbauen.

Die beiden extremen Punkte des Hafens bieten dem Auge des Besuchers zwei verschiedene Szenarien.

Auf der linken Seite finden wir "die Pagode", einen kleinen Pinienhain, der auf den Golf von Neapel blickt und nach der gleichnamigen Villa im orientalischen Stil benannt wird, die zu Ehren von König Ferdinand II. von Bourbon errichtet wurde.

Auf der rechten Seite hingegen, allgemein als "Rive Droit" benannt, liegt der kleine Touristenhafen und eine Reihe von Schenken, American Bars und berühmten Restaurants, wo die Gäste die für die Insel typischen Fischgerichte genießen können.

Dieser Teil ist das Zentrum, im Sommer der Treffpunkt vieler Menschen.

Wer sich hingegen dem Shopping widmen will, findet in der Nähe des Hafens Via Roma und Via Colonna, die den sogenannten Corso bilden, eine Fußgängerzone mit allerlei Geschäften und bequemen Bars, wo man sich ausruhen und ein typisches Produkt der Feinbäckerei der Insel
genießen kann.

Die Gemeindefraktion Ischia Ponte, die in alten Zeiten "Borgo di Celsa" hieß, verdankt ihren Ortsnamen der ursprünglich im 15.Jh. von Alfons I. von Aragona errichtete und dann im 19.Jh. von der Gemeinde neu gebaute Brücke, die die "Insula minor" mit der majestätischen Aragonerburg und die "Insula major" verbindet und etwa 230 m lang ist.

Die sehr eigentümliche Architektur von Ischia Ponte erzählt ein wenig von der Geschichte der Gemeinde. Die architektonisch wenig entwickelten, entlang der Küste gelegenen kleinen Fischerhäuser sprechen von den vergangenen wirtschaftlichen Schwierigkeiten des "Vulgus" von Ischia.

Anderes erzählen hingegen die weiter im Inneren gelegenen, prunkvollen Paläste der ehemaligen Adeligen.

Es heißt sogar, die Reichen von Ischia hätten den Fischern verboten, mehrstöckige Gebäude zu errichten, denn diese hätten den Ausblick verstellt.

Erwähnenswert für den Touristen sind die Kathedrale Santa Maria della Scala (14.Jh.), die Kirche des Heiligen Geistes (16.Jh.), die Kongregation der Heiligen Maria von Konstantinopel, der Bischofspalast (18.Jh.), der Uhrturm, in dem sich das Meeresmuseum befindet, und der Turm des Michelangelo, der sich an der Bucht von Cartaromana erhebt.

Verlassen wir das Küstengebiet und dringen wir in das Innere der Insel ein, so gelangen wir zu den Gemeindefraktionen San Michele, Sant'Antuono und Campagnano, die, anders als Ischia Porto und Ischia Ponte mit den vielen Touristen und dem "moderneren" Lebensstil, als Oasen des ländlichen Lebens auf Ischia gelten und ein Zeugnis dafür sind, wie die Menschen hier in der Vergangenheit vom Fischfang oder der Landwirtschaft, besonders vom Weinanbau und Agrumenpflanzungen lebten.

Wie die meisten Gemeinden der Insel bietet die Gemeinde Ischia dem Fremden dank ihrer vielfältigen morphologischen Gestaltung verschiedene Möglichkeiten, um die Schönheiten zu schätzen, die prachtvollen Strände, die grünen, an Weingärten reichen Hügel, die üppige Vegetation.

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